Um alle Inhalte sehen zu können, benötigen Sie den aktuellen Adobe Flash Player.

Startseite Über mich Kontakt Gästebuch Fahrzeug 1 Fahrzeug 2 Vorbereitung 2012 Reisetagebuch 2012 Vorbereitung 2013 Reisetagebuch 2013 Vorbereitung 2014 Reisetagebuch 2014 Vorbereitung 2015 Vorbereitung 2016 Reisetagebuch 2016 17.06.- 24.06.2016 25.06.- 29.06.2016 30.06.- 02.07.2016 03.07.- 06.07.2016 07.07.- 09.07.2016 10.07.- 13.07.2016 13.07.- 16.07.2016 16.07.- 21.07.2016 21.07.- 22.07.2016 22.07.- 24.07.2016 24.07.- 27.07.2016 27.07.- 30.07.2016 30.07.- 03.08.2013 03.08.- 06.08.2016 07.08.- 10.08.2016 11.08.- 15.08.2016 16.08.- 17.08.2016 

30.06.- 02.07.2016

Wie fang ich am besten an...Natürlich hab ich etwas im Reiseführer gelesen, die Insel aus Feuer und Eis... Aber was kann man schon sagen oder schreiben über etwas, was man zum ersten mal gesehen hat. Übrigens: Die "Nacht dauert etwa 2 Stunden, aber selbst dann ist es nicht dunkel. Der Vorteil: Ich brauche kein Licht zum Lesen. Bücher habe ich genug mit, allerdings sind 3 schon ausgelesen...Natürlich wäre ich am liebsten nicht allein gefahren, manchmal hat es so ausgesehen, dass es was werden könnte, aber meine Bemühungen sind, bis jetzt, leider erfolglos geblieben. Also bleibt mir wieder nur, das, was ich erlebe oder erlebt habe, auf diesem Weg zu teilen.Das, was bisher war, also Dänemark, war eigentlich nur die etwas längere Anreise zum eigentlichen Ziel. Die Insel, die so gar nicht ins Bild passt. Das Land der Feen und Trolle. Und die Isländer glauben daran, nicht umsonst giebt es einen diesbezüglichen Regierungsbeauftragten. Keine Straße, kein Wohngebiet kann ohne sein OK gebaut werden. Ich habe auch schon Bekanntschaft mit ihnen gemacht... Davon später mehr.Angekommen bin ich gegen Mittag am 30.06.2016 in Seydisfjördur. Die Frage, rechts- oder linksrum hat sich mir nicht gestellt, es geht rechtsrum los. Also zuerst der Osten, dann der Norden, usw. Ich musste auch niemand fragen... Das wiederum ist einer der Vorteil beim allein reisen.. Es gibt schon noch paar mehr, aber der ist besonders hervorzuheben.Die Fahrt begann im Sprühregen und bei Nebel, der Empfang war also wettermäßig dem Land angepasst. Schnurstracks gings nach Egilsstadir, im vorbeifahren wurde der erste Wasserfall besucht. Als erstes wurde, kaum angekommen, ein Supermarkt aufgesucht vor dem sich schon die anderen ankommenden aufreihten. Ich war am nächsten Tag noch mal hier, da waren kaum Leute da. Ich glaube, den Hauptumsatz machen sie immer an den Tagen, an denen die Fähre einläuft.Dann gings es links des Lagarfljot dahin bis zur Brücke, die diesen am Ende überquert. Links von der Brücke befindet sich ein Parkplatz mit Toilette, das wurde Ausgangspunkt der ersten Wanderung und gleichzeitig mein erster Übernachtungsort. Von diesem Platz führt steilansteigend ein Weg zum Hengifoss, dem drittgrößten Wasserfall des Landes. Nach etwa einer Stunde war das Ziel erreicht. Auf dem Weg dahin hab ich alle überholt, nicht zu fassen. Es waren durchweg "wesentlich" jüngere als ich auf diesem Weg. Das Wetter... Es hat immer mal geregnet, und als ich zurück gekommen bin, da war ich nass, von innen und von außen. Der Wasserfall übrigens ist sehenswert, insbesondere aber auch der dahin führende Weg.

Am nächsten Morgen und einem Besuch auf der herrlich sauberen und warmen (das Toilettenhäuschen ist beheizt) ging es weiter, nach Bakkageroi. Wieder bei Nebel und immer eintretendem Regen... Dort allerdings gings noch 5 km weiter, nach Höfn. Zum Brutfelsen der Papageientaucher. Diese possierlichen Vögelchen hab ich ausgiebig betrachtet, danach gings wieder zurück in den Ort, der die kleinste Holzkirche des Landes mit einem außergewöhnliche Altarbild hat, und in dem auch der Feenkönig lebt.En kleines Häuschen stand am Wegesrand, das hab ich unbedingt besuchen müssen. Es machte den Endruck eines Museums, ich bin forschen Schrittes eingetreten, schon stand ich in der warmen Küche in der eine alte Dame mich erstaunt ansah. Nun, ich war in ihrem Haus gelandet. Gehen musste ich nicht wieder, wir haben uns ausgiebig unterhalten, sie isländisch, ich deutsch, verstanden hat sie mich nicht und ich sie nicht. Aber: Was solls, die Geste zählt. Aber über eins konnten wir uns verständigen: Lenin! Denn ein Bild von ihm hing in der Küche. Das Haus selber... 2 Zimmer. Und es genügt! Schließlich hab ich mich aufgemacht zum nächsten Ort, eigentlich nur zu einem Übernachtungsort, den ich dann an der A 1, bei Hjardarhagi auch gefunden habe. Neben mir haben zwei polnische Damen in einem Zelt genächtigt.

Am nächsten Morgen, also am 2. Juli, dem Tag des "großen" Kampfes zwischen Italien und Deutschland anläßlich der EM, gings es ein kurzes Stück weiter auf der 1 bis ich von dort auf die 901 abgebogen bin um mich todesmutig auf eine der "4 x 4" Pisten zu begeben. In kurzen Zügen: Von der 901 gings auf die 907, von dort auf die F 910 und von dieser auf die F 88, die mich dann zurück auf die 1 geführt hat. Das klingt jetzt sehr unspektakulär, das war es aber bei weiten nicht. Es war, gelinde gesagt, eine gewollte Tortur. Flussdurchfahrten, Lavafelder, Lavaaschefelder, alles wechselte ab. So eine Landschaft habe ich noch nie gesehen, es war einfach grandios. Allerdings habe ich hier das erste mal Kontakt mit Trollen gehabt, der Deckel des Luftfilters ist abgefallen und als ich nachtanken wollte aus dem Zusatztank ging dies nicht. Also hab ich Diesel mit einem Schlauch angesaugt, in eine 5 Liter Kanister gefüllt, diesen in den Haupttank geschüttet und die 6 mal hintereinander. Den Deckel des Luftfilters habe ich natürlich auch wieder montiert. Abends, auf dem Übernachtungsplatz hab ich auch das Übel der defekten Pumpe behoben. Was war es? Die Sicherung war rausgeflogen... Ich hatte gedacht, die Pisten der Mongolei sind nicht zu toppen... Aber diese hier... 20% erster Gang, 30% 2 Gang, 30% 3 Gang 20% 4. Gang. Den fünften und sechsten vergessen wir einfach.Trotz allem war recht reger Verkehr, mir sind schon einige Allradler entgegengekommen oder haben mich überholt. Allerdings es waren alles "normale" Allradler.

Auf der 1 angekommen ging es noch etwa 30 km zum nächsten Übernachtungsplatz, nach Reyklahlid. Nur paar km vorher bin ich nun auch auf das feurige (außer die schon gesehenen Vulkane und deren Hinterlassenschaften) Island gestoßen, ein Bergmassiv aus dem es blubbert, dampft und brodelt. Auch so etwas hab ich zum ersten mal gesehen. Njamafjall, ein Hochtemperaturgebiet mit Dampf und Schlammquellen die aus 1000 m Tiefe hervorkommen. Dort haben sie eine Temperatur von 200°, an der Oberfläche bis zu 100°. Glücklicherweise kam die Sonne hervor, so dass ich doch einigermaßen brauchbare Fotos machen konnte. Hier auf dem Platz übrigens habe ich im angrenzenden kleinen Restaurant das Ende des Chaotenspieles mit einem glücklichen Ausgang für Deutschland angeschaut, mich mit anderen Gästen unterhalten und meinen Nachbarn, 2 Motorradfahrern aus München, auch helfen können.

Die Karte meiner Route von diesen Tagen könnte ihr euch unter diesem Link aufrufen: https://goo.gl/maps/83rviuRJrRP2 Wie es weiter geht... Das nächste mal. Wann? Schaun wir mal...



pfeil.architektur.expedition

reisetagebuch