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24.07.- 27.07.2016

Als erstes wieder die gefahrene Route in dieser Zeit: https://goo.gl/maps/4NKjX4KeW712Das Museum hab ich noch besucht, beim Bäcker war ich und dann bin ich weiter gefahren, wobei, kaum losgefahren war ich schon (fast) da, allerdings mit entsprechenden Zwischenstopps.

In Grundarfjördur hab ich im vorbeifahren den Vulkan Kirkjufell und den gegenüberliegenden kleinen Wasserfall besucht (Mike, es tut mir leid, aber Wasserfälle ziehen mich nun mal an. Aber alles andere, was du sehen willst, kommt noch. Schließlich bin ich doch noch fast 2 Monate hier...).

Dann gings weiter, nach Ólafsvík, dort hab ich gleich den Campingplatz aufgesucht. Viel gibts nicht zu erwähnen, außer der Kirche, die zum einen einem aus den 70er Jahren stammt und die ausschließlich das Dreieck als Grundmuster hat. Und dem kleinen Museum im ältesten Haus des Ortes aus dem 19. Jahrhundert.Da ich als Ziel die Besteigung Snaefellsjökull habe, brauche ich einigermaßen gutes Wetter. Daher hab ich mich ob des Wetters auf 2 Übernachtungen eingerichtet. Am nächsten Tag hab ich mich erst mal auf Rad gesetzt und bin weiter nach Westen gefahren und habe, bevor mich der Regen zur Rückkehr ermahnte, in Hellisandor das Fischereimuseum in einem Torfhaus aufgesucht. Leider Gottes nur von außen, denn es war geschlossen. In dem Zusammenhang, mir sind unheimlich viele Radfahrer, machmal allein, manchmal 2 oder mehrere begegnet. Ich finde diese Art zu reisen nicht verkehrt, aber wenn schlechtes Wetter ist muss das doch ein Grauen sein. Zelt aufbauen, die Sachen sind naß und werden nicht trocken, da kommt Freude auf...Jedenfalls bin ich dann noch in den Ort gegangen, hab den dortigen Fußballern beim Training zugeschaut, und auf dem Rückweg, man glaubt es kam, greift mich doch eine Möwe an, krallt sich in meinen Kopf und wollte mich mit ihrem Schnabel bearbeiten. Ehe ich mich in eine handgreifliche Auseinandersetzung mit dem Vieh (vielleicht wars ja ein verzauberter Troll) einlasse, hab ich mal lieber die Flucht ergriffen.

Am nächsten Morgen hatte es den Anschein, dass das Wetter schön wird, also bin ich aufgebrochen. Wieder nur ein kleines Stück, als erstes zum rechts von der Straße befindlichen Vulkan Saxhólar, in desssen Krater ich einen Blick geworfen habe.

Dann weiter bis zum Infocenter für den Nationalpark in Malarrif. Dort hab ich mich beraten lassen wollen, aber das hab ich eigentlich bisher oft feststellen müssen. Die Mitarbeiter in den Informationstellen wissen nicht mehr als ich... Also die Beratung war dann doch eher dürftig. Aber ich hab zwei Kanadier kennengelernt mit denen ich mich wunderbar unterhalten habe. Es sind ja nur 700 km bis dahin (bis Kanada)... Dann bin ich von dort aus zum Leuchturm gegangen und danach zu dem Lavafelsen, der nahe der Küste steht und der sicher auch wieder ein versteinerter Troll ist...

Danach ging es weiter, nur 7 km bevor ich (das Wetter war mittlerweile richtig gut) von der 574 nach links auf die 570 abgebogen bin, eine Piste, die man nicht mit jedem Auto befahren sollte. Schotter und Steigungen über 25%. Ich bin mit dem Geländegang gefahren, anders wäre es sicher nicht gegangen. Das waren dann so im Schitt mit dem 2. Gang bei Mittelgas 3 km/h. Auf einer Höhe von etwa 600 m hab ich geparkt und dann ging es auf den Vulkan, der den Eingang zum Mittelpunkt der Erde hat... Allerdings wird dieser Eingang vom Gletscher verborgen... Das war das erste Mal, dass ich einen Gletscher richtig bestiegen habe. Und dann bin ich vor einer Eisrinne gestanden, hab versucht reinzuschauen, da wurde es mir ganz anders. Den Boden hab ich nicht gesehen... Und hab an das Telefonat mit Günter gedacht, an den blonden Recken Hans und seine Getrud, die Gans, die mit ins innere der Erde gegangen ist und letztlich aufgegessen wurde, das armen Ding...Als Jesus ein junger Mann war, da ist der Vulkan zum letzten mal ausgebrochen. Er wird nichts davon mitbekommen haben. Aber die noch deutlich sichtbaren Lavaströme und Lavafelder, durch die ich fahre, zeugen davon. Und der versteinerte Troll ist sicherlich auch sein Produkt.

Nach ansonsten herrlichen Ausblicken bin ich zurück gegangen und hab mich ins Auto gesetzt und bin wieder runter gefahren, dort gleich auf den Parkplatz eines kleines Restaurants in einem Torfhaus. Da es mittlerweile schon 17.00 Uhr ist werden ich zum einen hier die Nacht verbringen, zum anderen kann ich die Zeit nutzen zu schreiben. Damit ihr mit dem Datum nicht durcheinander kommt: Heute haben wir den 26.7.

Ich hab dann doch die Nacht nicht dort verbracht, jetzt haben wir den 27.7. Nach einer Nacht angrenzend an einen Golfplatz, die herrlich war, insbesondere wegen des wunderbaren Sonnenunterganges den ich erleben konnte und den ich auf vielfältige Weise fotografiert habe. Leider jedoch geben die Fotos nur einen Bruchteil von dem wieder, was man eigentlich sieht, aber das kann ich leider nichtb ändern.Gestern (da ich ja nun am 27.7. schreibe) hab ich mich auch mit drei Tiroler Buben, die hier gemeinsam einen 2 wöchigen Trip hinter sich haben, unterhalten. Sie haben in meinem Auto gesessen, wollten mir nen Tiroler Schnaps geben, den ich leider ablehnen musste, sie haben mir zu Essen angeboten, eben herzlich, wie die Tiroler so sind. Wir haben jedenfalls einen schönen Abend und eine halbe schöne Nacht miteinander verbracht. Sie haben sich alle vorgestellt, meinen Namen haben alle gehalten, aber irgendwie ist es mit meinem Kurzzeitgedächtnis auch nicht mehr so, wie es sein sollte. Ich weiß keinen der Namen mehr. Eigentlich schon, als sie ihn mir gesagt hatten...Jetzt ist es bei euch etwa 10.00 Uhr, bei mir 8.00 Uhr, die Sonne scheint schon seit Stunden und ich habe noch mal den Vulkan und einiges andere fotografiert. Und da hier ein schöner Sandstrand ist werde ich einfach noch mal in die kalten Fluten des Atlantik gehen. Aber aufpassen muss ich auf die Möwen, die, sofern man ihrem Nachwuchs zu nahe kommt, wieder gern auf meinen Kopf hacken möchten.

Nachdem ich aufgestanden bin, mich verabschiedet habe von den netten Tirolern, gings weiter, zuerst wieder am Meer entlang bevor ich dann abgebogen bin von der 54 auf die 55 und Richtung Búdardalur gefahren bin. Vorbei ging es auf eine Schotterstraße, die recht gut war, an verloschen Vulkanen und Lavafeldern. Ein paar Kilometer vor dem Örtchen bin ich jedoch nach rechts abgebogen, auf die 586 um Nach "Eiriksstadir" zu fahren, dem Wohnort von Erik dem Roten und dem Geburtsort von Leif Eirksson, dem Wikinger und Sohn von Erik dem Roten, der wohl als erstes seinen Fuß auf amerikanischen Boden von der östlichen Seite aus gesetzt hat.Nachfolgend bedien ich mich mal wieder aus der "Wikipedia"...:"Gemäß der Eiríkssaga rauða fuhr er um das Jahr 1000 von Grönland nach Norwegen, um dort am Königshof aufgenommen zu werden. Nachdem dies gelungen war, entdeckte er auf der Rückreise nach Grönland unbekanntes Land, rettete überdies noch Schiffbrüchige und bekehrte nach seiner Ankunft die Grænlendingar zum Christentum.Bei einer weiteren Fahrt nach dem neu entdeckten Land erkundete Leif mit anderen weitere Gebiete an der nordamerikanischen Küste, darunter Helluland, Markland und schließlich auch Vinland. Die geographische Zuordnung dieser Gebiete ist umstritten. Aufgrund der Funde in L’Anse aux Meadows wird Vinland häufig mit Neufundland gleichgesetzt.Gemäß der Grænlendinga saga (Grönland-Saga) entdeckte Bjarni Herjólfsson diese Gebiete, als er nach Grönland suchte, wobei ihm auch letzteres nur aus Beschreibungen bekannt war. Er ging in den neu entdeckten Gebieten jedoch nicht an Land. Nachdem Leif Eriksson von den Gebieten erfahren hatte, unternahm er eine Fahrt dorthin und überwinterte dort. Da er das Land im Gegensatz zu Bjarni Herjólfsson auch betreten und erforscht hat, gilt er als Entdecker dieser Gebiete.Dass jenes fruchtbare Land, das die Grænlendingar im Westen entdeckten und Vinland nennen, auf dem nordamerikanischen Kontinent lag und die Skandinavier somit Amerika, genauer Neufundland, erreichten, ist inzwischen archäologisch gesichert. Davon zeugen die 1978 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärten Reste einer skandinavischen Siedlung auf Neufundland bei L’Anse aux Meadows. Die zumeist als Fälschung angesehene Vinland-Karte hat keinen historischen Quellenwert. Die Angaben, die sie enthält, sind bereits aus schriftlichen Quellen bekannt."Und nach der Besichtigung des Nachbaus dieses Langhauses, in dem mal 25 Menschen gewohnt haben und dessen ursprünglicher Standort etwas höher am Hang liegt, bin ich weitergefahren nach Búdardalur, sitz dort im ältestens Haus am Platz, der Information, einem Café und einer Ausstellung über den "Entdecker" Nordamerikas.



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