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22.07.- 24.07.2016

Damit ihr mich finden könnt, hier die gefahrene Route: https://goo.gl/maps/TVsQKWKMjX92Da es ja nun doch etwas länger gedauert hatte in dem Café vom Vortag musste ich mir auf der Weiterfahrtstrecke zum westlichsten Punkt Islands und damit auch Europas einen Übernachtungsplatz suchen. Der war schnell gefunden, der Parkplatz am Schiffswrack der Gardar, eines norwegischen Stahlungetüms, welches als Denkmal hier vor sich hinrostet und 1912 gebaut wurde. Vor 1960 ist es auf irgendeine Art hier gestrandet. Es ist das älteste noch vorhandene Stahl- und Dampfschiff Islands. Die Nacht hier war wunderbar, kein Klaubautermann hat sich sehen lassen. In der Nacht war das Wasser nur 10 Meter vom Auto weg, am Morgen Hundert. Flut und Ebbe eben. Bevor ich mich am Abend in mein Gemach zurückziehe, sitze ich manchmal noch bis zu einer Stunde im Cockpit und beobachte mit dem Fernglas alles, was es zu beobachten gibt. Die Vögel, das Meer, die Landschaft und manchml, allerdings selten ob deren geringen Anzahl, auch Menschen. Am Übernachtungsplatz stand auch ein Wohnmobil mit Scheizern, Eltern, 2 Kinder plus Oma. Ein paar Worte haben wir gewechselt.

Am nächsten Morgen noch vor 8.00 Uhr ging es weiter, eine grauslige Piste, die 612 hat mich nach vielen atemberaubenden Ausblicken bis zum Westlichsten Punkt Europas gebracht. Am westlichsten Punkt, Bjargtangar, bin ich nach etwa 2,5 Stunden angekommen.

Es waren ja auch immerhin 44 Kilometer zurückzulegen. Natürlich hab ich mich umgesehen, bin auf die am weitesten hervorrsgende Stelle gegangen und hab einige meiner Freunde, soweit diese WhatsApp haben, informiert wo ich bin.Der hier vorhandene Leuchtturm (natürlich auch der westlichste Europas) steht auf der ins Meer ragenden Klippe Látrabjarg. Diese 14 km lange und bis zu 444 m aus dem Atlantik ragende Klippe ist der größte Vogelfelsen Islands, und den habe ich natürlich begangen und einige, so wie ich finde, atemberaubende Fotos machen können. Hier brüten Tordalken, Lummen, vielerlei Möwenarten und Eissturmvögel. Und natürlich auch die wunderschönen und einzigartigen Papageitaucher.Ich hab mich dann an eine Tisch gesetzt an dem 2 Brotzeit gemacht haben, es gab Bohnen mit Tomatensoße und Rüherei... Und siehe da, es waren 2 Deutsche, junge Kerle, die zwei Wochen durch Island reisen. Wir haben uns gut unterhalten, da sie entgegen meiner Richtung fahren konnte ich ihnen einige Tipps geben.

2 Stunden war ich etwa auf der Klippe und dann gings die gleiche Strecke, also die 44 km wieder zurück. Erst mal nur 2 km, bis zum nördlichsten WC, das hatte ich mangels WC am Übernachtungsplatz schon auf der Hinfahrt aufgesucht. Hier befindet sich zum einen Europas westlichster Wohnmobilstell- und Picknickplatz, zum anderen noch Ruinen einer ehemaligen Fischersiedlungaus dem 17. Jahrhundert, die ich angeschaut habe. Und dann habe ich noch etwas gemacht, das musste einfach sein. Ich bin an dem hier vorhandenen Sandstrand im Atlantik schwimmen gegangen!!! Bei 12° Luft- und 5° Wassertemperatur. Aber das musste einfach sein, dass ich nackt am westlichsten Strand Europas ins Wasser steige. Mangels Zuschauern konnte ich leider kein Foto machen lassen. Es war herrlich!! und da an der Stelle, in der ich ins Wasser gegangen bin, gleich ein Bach ins Meer mündete, habe ich in diesem das Salz abgewaschen. Allerdings: Länger als 5 Minuten hab ich es nicht ausgehalten. Denn kalt war es ja schon, selbst für mich... 2 cm....

Nachdem ich mich im Auto wieder angezogen hatte (heiß wars mir da schon...) gings weiter, zum Endpunkt der heutigen Reise, zum Fähranleger nach Brjánsleakur. Denn ich werde 19.00 Uhr mit der Fähre über den Breidafjördur fahren um dann in Stykkisholmur wieder an Land zu gehen. Damit werde ich die Westfjorde wieder verlassen. Dann werde ich die Halbinsel Snaefellsjökull aufsuchen, auf der sich der gleichnamige Vulkan befindet, in dessen Krater Professor Lindenbrook in der "Reise zum Mittelpunkt der Erde" einstieg um dann aus dem Stromboli wieder herauskatapultiert zu werden. Da bewege ich mich dann sozusagen auf den Spuren von Jules Verne. Aber davon mehr, sobald ich dort bin. An dem Ort, an dem ich mich jetzt befinde, habe ich vorhin den Fahrschein gelöst und nun nutze ich die Zeit, um alles aufzuschreiben. Da hier kein Internet ist weiß ich nicht genau, wann ich es veröffentlichen werde...Dieser Ort hier hat historische Bedeutung, hier landete Raben-Flóki mit seinen Mannen, baute ein Langhaus und nannte dieses Land: "Island"....

In dem Café, in dem ich geschrieben habe, habe ich auch 2 Erfurter kennengelernt, die für 14 Tage die Insel bereisen. Wir haben uns sowohl im Café, als dann auch auf dem Schiff gut unterhalten. 18.15 stand ich am Fähranleger, 18.30 kam die Fähre an und pünktlich 19.00 Uhr gings los. Und pünktlich war sie dann auch da. Ich habe mich auf dem Schiff sehr gut mit den Erfurtern, zwei Franzosen, die mit dem Rad unterwegs waren und einer Isländerin unterhalten. Im Restaurant war ich auch, Fisch und Chips wollte ich mir schmecken lassen, Scheiße wars. Es gab zwar Fisch, aber in Ermangelung einer Fritteuse, die wohl den Geist aufgegeben hat, konnten sie diesen nicht erwärmen. Da hab ich mich dann eben mit einer Portion Pommes mit Ketchup begnügt...

Kaum angekommen hab ich mir einen Übernachtungsplatz gesucht, diese zwischen Tankstelle und Campingplatz gefunden und dann eine regnerische Nacht verbracht. Der Regen hörte allerdings gegen 10.00 Uhr auf, mittlerweile scheins sogal etwas die Sonne und ich hab das Städtchen durchstreift. Die Kirche hab ich angeschaut, auf den Basaltfelsen am Hafen bin ich gestiegen und nun sitze ich in einem Café am Hafen und nutze das Internet um euch zu schreiben. Die Kirche sollte einem Wikingerboot nachempfunden werden, wenn man es weiß kann man das bei viel gutem Willen auch erkennen. Aber eben nur dann... Ältere Holzhäuser befinden sich direkt am Hafen, die hab ich vorhin auch angeschaut und ich denke, dass ich nach dem Schreiben weiter fahren werde. Mal sehen...

Und das sehe ich, wenn ich während dem Schreiben aus dem Fenster schaue... Bis zum nächsten mal und alles Gute für euch alle!!



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