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16.07.- 21.07.2016

Wieder die Route dieser Tage: https://goo.gl/maps/qVmMDcV5t1T2Am Morgen des Abreisetages hab ich erst geschrieben und dann die Kirche noch von innen angeschaut, dann gings weiter, auf der 1 bis zur Abzweigung auf die 716, auf die ich dann auch nach rechts abgebogen bin, auf die Halbinsel Vatnsnes. Die Schotterstraße ging steil nach oben bis auf der Passhohe die Felsburg Borgarvirki erreicht worde. Der dortige Parkplatz war leider mit einer Vielzahl von Fahrzeugen bevölkert, so dass ich noch ein paar Meter weiter hangabwärts fahren musste und ich mich dann auf einen weiteren kleinen Platz stellen konnte. Es handelt sich um eine mit Basaltsäulen umschlossene Senke, die in zwei Sagas erwähnt wurde und aus dem 10. oder 11. Jahrhundert stammt. Damit sind die zusätzlichen Mauern gemeins sowie die Überreste eines Brunnens und zweier Gebäude. Ob sie Verteidigungszwecken gedient hat oder ob auch nur die Schafe hier drin Unterschlupf finden konnten... Ihr könnt eurer Fantasie freien Raum lassen. Nachdem ich den herrlichen Rundblick genossen habe gings weiter, knapp 20% bergab auf Schotter, bis zur 711.

Rechts ab der Straße hab ich ihn dann gesehen, den versteinerten Troll, der da einsam im Meer steht und Möwen auf sie brüten lässt. Den Hvítserkur. Ein beeindruckender Felsen, den ich sowohl von oben als auch von unten nach einem halsbrecherichen Abstieg die Steilküste hinunter betrachtet habe. Ich bin dann noch den Strand entlang gewandert, die hier versprochenen Robben hab ich leider nicht gesehen. Ich wollte eigentlich auf dem zugehörigen Parkplatz nächtigen, hab es mir aber (unser Plan erfährt eine Änderung) dann doch anders überlegt und bin weiter gefahren in der Hoffnung, doch noch die eine oder andere Robbe zu sichten. Schließlich bin ich dann auf der anderen Seite der Halbinsel, in Hvamstangi, dort am Hafengelände gelandet und hab mich vor dem dortigen Robbenmuseum für die Nacht eingerichtet, Der Vorteil war, dass ich am Morgen gleich das zum Museum gehörende WC nutzen konnte. Da ich ob meiner traumatischen Erlebnisse infolge des Ausbleibens der Robbenviecher die Nase voll hatte, bin ich nach dem WC Besuch wieder aufgebrochen, mittlerweile haben wir den 17.7., um nun endgültig die Westfjorde in Angriff zu nehmen.

Nach wenigen Kilometern auf der 72, die 711 hat sich auf wunderbare Weise umbenannt (wahrscheinlich, da diese nun mit Asphalt belegt war), gings es rechts weg auf die 1, die ich dann bei Brú wieder verlassen habe und nach rechts auf die 68 gewechselt bin. Mindestens 1 Wochen wenn nicht länger, werde ich mir diese Regeion anschauen, die doch der Fjordlandschaft Norwegens sehr ähnelt. Und so gings los, immer an der Küste auf einer gut ausgebauten Asphaltstraße entlang, bis ich von der 68 auf die 61 gewechselt bin und in Holmavik eine Tank- und Einkaufspause eingelegt habe. Nach weiteren 11 km auf der 61 hab ich diese am Ende des Steingrimsfjördur die 61 nach rechts verlassen und bin auf einer komplett neugebauten Straße, direkt auf der anderen Seite des Fjords, nach Drangsnes gefahren, weil ich mich eigentlich in die Badepötte setzen wollte, die sich zwischen Straße und Meer befinden und aus heißen Quellen gespeist werden. Da diese jedoch mit Menschenmassen besetzt waren hab ich, nach einigen Blicken auf die gegenüber liegende Insel Grimsey, den Ort durchfahrend wieder verlassen und bin, diesmal auf holpriger Schotterpiste, wieder auf der 61 gelandet. aber die Ausblicke und die kurvige Berg- und Talfahrten, haben es mir gedankt. Zudem stand in einer unübersichtlichen scharfen Rechtskurve ein PKW mit gebrochener Lenkung. Ich musste erst mal schauen, ob ich da überhaupt vorbei komme oder umkehre. Links stand das Auto, rechts gings den Hang runter... Also, ich hab mich nur nach links orientiert, rechts außer Acht gelassen, sonst wäre mir schlecht geworden. Also das Auto anvisieren und los gings. Den Berg hoch im ersten Gang im Leerlauf. 10 cm Luft zwischen mir und dem Gegner. Mein Kopf hing aus dem Fenster, der Fahrer des anderen Wagens krauste unwillig die Stirn. Ich war vorbei, nun hab ich doch mal einen Blick in den rechten Rückspiegel riskiert. Außenkante Reifen war gleichzeitig Abbruchkante Straße... Aber, ihr seht, alles ist gut gegangen. Denn sonst könnte ich euch nichts mehr schreiben...

Wieder auf der 61 gings dann stetig aufwärts, etwa 20 km, bis auf Passhöhe und dann wieder abwärts, bis ich rechts auf die 635 abgezweigt bin, eine schmale Schotterstraße. Ziel war erstmal der fast am Ende dieser Straße befindliche Campingplatz, auf dem ich eine ruhige Nacht verbracht habe. Und immer wieder diese Ausblicke!! Am nächsten Morgen, also am 18.7., gings 9 km zurück, bis ich den fast verlandeten Fjord Kaldalón erreicht habe. Nach der Brücke über den Gletscherfluß gings nach links, noch wenige km und das Ende dieser Pste war erreicht und er lag vor mir: Der Gletscher Drangajökull. Oder die hier sichtbare Gletscherzunge. Also gings bei schönstem Sonnenschein und erstmalig in Island mit kurzen Hosen und kurzärmlig los, Richtung Gletscher. Die Zunge lag ja direkt vor mir... Über Stock und Stein, sprichwörtlich. Über Stein und Felsblöcke, kaum Weg zu nennen, und Wasser. Denn dies schießt alle paar Meter rechts den Steilhang, die Felsen herunter. Wie hoch wird der Hang sein? Ich schätze, weit über 300 Meter. Die "nahe" Gletscherzunge war dann nach knapp 2 Stunden erreicht, und dann stand ich, erstmalig in meinem Leben, auf einem Gletscher. In Norwegen davor, aber diesmal drauf. Und dann gings wieder zurück. Immerhin 4 Menschen sind mir entgegen gekommen, ihr werdet es nicht glauben, aber es waren alles Deutsche.

Dann, mittlerweile war zeitiger Nachmittag, bin ich abgefahren. Auf dem Weg dahin hab ich die ersten Anhalter mitgenommen, die wollten in die gleiche Richtung wie ich. Dänen. Und diese Fahrt, mittlerweile war die 61 wieder erreicht, hatte es in sich. Ob der unglaublichen Ausblicke. Ein Fjord nach dem anderen, die tief und schmal ins Landesinnere führen. Auch mal einen Blick auf den Gletscher von der anderen Seite, es war überwältigend. Dann, wie aus dem Nichts, Nebelschwaden die Übers Meer ziehen, man sieht das blaue Meer, den Nebel, drüber die Bergspitzen und wieder drüber den blauen Himmel.Eine Pause hab ich eingelegt am Hof "Litli Baer" einem schönen kleinen Bauernhaus mit kleinem, kostenlosen Museum und einem Café, in dem ich eine Waffel verspeist habe und einen Kakao getrunken habe. Köstlich. In dem Café hab ich mit einem Isländer gesprochen und der freundliche Wirt hat auch etwas mit mir gesprochen. Der Hof stammt vom Ende des 19. Jahrhunderts und läd dazu ein, trotz der geringen Größe und der geringen Raumhöhe, gleich einzuziehen und drin zu wohnen. So gemütlich ist es dort. Nach weiteren beeindruckenden Blicken in die Landschaft war sie erreicht, eine Robbenkolonie in Sichtweite. Da musste ich natürlich anhalten und sie wenigstens, wenn auch nur aus der Ferne, fotografieren. Weiter gings zum Endziel der reise dieses Tages, dem Städtchen Ísafjördur. Die größte Siedlung der Westfjorde, Universität und sage und schreibe knapp 3000 Einwohner. Zuerst gings zum Campingplatz, etwa 5 km vor der Stadt. Aber das hat sich gelohnt statt des direkt im Zentrum befindlichen Platzes. Ein herrlicher Platz, in der Natur, von Bächen durchflossen, angrenzend ein Wasserfall, daneben ein Golfplatz, wunderbare Sanitäranlagen, ein Platz, auf dem ich zumindest 2 Nächte bleiben werde.

Am nächsten Morgen, am 19.7., gings mit dem Rad in die Stadt. Besonders der alte Bereich hat mich interessiert mit Häusern aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Diese Häusergruppe ist in dieser Art das älteste Ensemble auf Island. Mit Museum, Fischrestaurant, Schmiede. Ich habe ob des eigenartigen Wetters diesen Ort mehrfach aufgesucht, denn die Nebelschwaden sind erst am Nachmittag verschwunden und haben einem strahlend blauen Himmel Platz gemacht. Das Museum hab ich angeschaut, darin befindet sich auch eine Sammlung von Schifferklavieren. Und ich war beim Bäcker und habe (das konnte ich am Abend feststellen) wunderbar schmeckendes Brot gekauft. Und das ist in Island nicht ganz so einfach... Dann noch ein Fahrradschloß. Und nen Rucksack zum Fahradfahren (ich hab ja keine...). Und ich hab mit vielen Menschen gesprochen. Was übrigens lag im Hafen vor Anker?? Die MS Deutschland!! Das alte Traumschiff!! da hab ich mit Leuten gesprochen, die drauf fahren, das war schon interessant. Da gibt es welche, deren Leben besteht nur darin, Kreuzfahrten zu machen. Andere, wie meine Gesprächspartner, welche aus Dortmund kommen, machen dies zum ersten mal. Also: Ganz so wie im Film scheint es dann doch nicht zu sein, aber es kommst dem schon recht nahe.Morgen werde ich weiter fahren, nach Nordwesten, bis die Straße aufhört. Dann sind es noch 300 km bis Grönland... Grad mal die Entfernung von Zu Hause nach Berlin... Und, weil ich gerade von zu Hause schreibe, da wohnen derzeit Anja, Matti, Friedrich, Charlotte und die kleine Emma bei mir für etwa 14 Tage. Sie haben sich schon gut eingelebt und sind im Moorbad geschwommen... Da freue ich mich besonders, dass die Tochter meines besten Freundes nebst Familie es sich bei mir gut gehen lassen und ich ihnen dazu das Dach liefere.Apropos Freund... Von den Leuten, die deutsch sprechen, werde ich gefragt, warum auf dem Auto keine Reise für des Jahr 2015 steht. Allen muss ich dazu die Geschichte von den Kindern meines besten Freundes Günter erzählen, dem ich helfen wollte, dass eben diese ein schönes neues Zuhause nunmehr haben...zumindest 2 Nächte bleiben werde.

Mittlerweile haben wir den 20.7., der Tag Abreise aus dieser kleinen Stadt ist gekommen. Am Morgen habe ich eine schöne Wanderung gemacht, immer rechts des Wasserfalls nach oben, 2 Amerikaner kamen mir entgegen die aufgegeben haben ob der Steilheit und der damit einhergehenden Angst. Nun, die hab ich nicht gehabt oder nicht gezeigt, also gings aufwärts bis ich oben war. Dann in einem großen Bogen immer noch leicht auf einem Schotterweg bergauf, bis ich schließlich wieder nach unten bin und zurück auf dem Platz gekommen bin. Schnell das Auto fertig gemacht und los gings...

Nur paar Kilometer bis zum Ende der Straße Richtung Bolunggarvík, das durch einen nunmehr fertigen, über 5 km langen Tunnel schnell erreicht war. Dort habe ich das maritime Museum besucht, 2 Fischerhütten nebst all dem, was dazu gehört. Hier befinde ich mich an der Stelle, die die älteste Fischersiedlung Islands darstellt. 950 nach Christi waren hier bereits Fischer am Werk. Das, was jetzt zu sehen ist, ist natürlich nicht so alt, aber sehenswert.

Durch das lange schreiben ist es dann wieder so spät geworden (ich habe das ja in Ìsafjördur gemacht ob des Internets...), so dass ich mich entschlossen habe, hier noch eine Nacht zu verbringen, diesmal dierekt in der Stadt vor dem ältesten Bereich derselben, dem Museumsbereich. Und am Abend bin ich dann in die zugehörige, wunderbare Gaststätte gegangen und hab dort das Fischbuffet genossen. Ein Traum sag ich euch!! 4 Sorten Fisch, völlig unterschiedlich zubereitet. Am besten war der mit Rosinen. Einfach wunderbar.Am nächsten Morgen, also nunmehr am 21.07., hab ich beschlossen, erstmal noch eine Reparatur vorzunehmen, Wieder am Tank für das Hydrauliköl für die Winde, denn das lecken derselben nahm stetig zu und das ist mir dann doch unangenehm, Ölflecken zu hinterlassen. Nunmehr habe ich, um besser ranzukommen, die Halterung demontiert und dabei den Behälter provisorisch abgestützt. Ein Riss in der Montagemasse war, so schien es, die Ursache. Ich hab es ausgebessert, jetzt leckt es nicht mehr. Ich hoffe, es bleibt so. Sonst muss ich mir was anderes einfallen lassen.Ich will das heute (21.) noch veröffentlichen, gleichzeitig auch die Bilder ergänzen und neu ordnen, gestern ist das alles nicht so optimal verlaufen. Und dann gehts es wirklich weiter...



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