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13.07.- 16.07.2016

Zuerst, wie beim letzten mal, die gefahrene Route. Nur auf den unterstrichenen vorstehenden Text klicken, und schon öffnest sich, wie von Geisterhand, ein neues Fenster mit der Karte...Nun hab ich es besucht, das Heringsmuseum. Zwei mal haben die Norweger diese Insel heimgesucht. Das erste mal waren es die Wikinger gegen 900, das zweite mal 1000 Jahre später. Sie waren es, die Siglufjördur zur berühmtesten Heringsstadt der Welt gemacht haben und die dafür gesorgt haben, dass dieses kleine Fischerdorf innerhalb von 1903 bis gegen 1940 zur 5. größten Stadt Islands wurde. Eine Heringsverarbeitungsfabrik entsatnd nach der anderen, isländischer Hering wurde in die ganze Welt verkauft. Dieser Boom hilt in Island bis 1968 an, dann wars vorbei. Die Heringsschwärme verschwanden, sie hatten sich infolge der Überfischung in nichts aufgelöst. Verantwortlich dafür waren im wesentlichen die Isländer, die Norweger und besonders auch die damalige Sowjetunion. Erst gegen 1999 erholten sich die Bestände, aber jetzt wird bei weitem nicht mehr so wild gefischt wie in den "goldenen Zeiten".1916 wurde 200.000 Fass Salzhering exportiert, über ein Drittel des isländischen Exportes war in diesen Jahren der Hering. 1950 war das Rekordjahr, wobei die Erträge von Jahr zu JAhr stark schwankten, denn der Hering machte nicht immer das, was die Fischer erwartet hatten.Das schönste Gebäude der Ausstellung, die Roaldsbaracke, das rote Gebäude, wurde 1907 errichtet. Hier wurde 20 Jahre lang Hering eingesalzen. Im Erdgeschoß wurde verarbeitet, im 1. OG war das Büro und Lagerhalle für Gerät und Gewürze und im 2. OG wurde gewohnt, Die Kammern für die Heringsmädchen umfassten im wesentlichen nur die Betten und eine Kochstelle. Es wohnten hier in der Saison 50 Arbeiterinnen.Und: Als Beweis... Zuerst das Auto, dann das Museum...

Schließlich bin ich so gegen Mittag am 13.7. abgefahren, wenige km nach dem Ortsausgang wurde wieder ein Tunnel passiert, der zwar nur knapp 1 km lang war, aber wieder nur aus einer Fahrbahn mit Ausweichstellen bestand. Einen ersten Zwischenhalt habe ich bei Lonkót, dem dortigen Restaurant am Meer in einem kleinen Skulpturenpark eingelegt und einen Kakao getrunken.

Auf der Weiterfahrt hab ich in Hofsós Halt gemacht, einem kleinen Fischerdorf am Meer um mir dort das Auswanderermuseum anzusehen und ein bisschen am Strand und den dortigen Basaltstiften herumzulaufen. Auf dem Weg nach Hólar, welches mein heutiges Ziel sein sollte, hab ich ein paar hundert Meter links der Straße kurz nach der Abzweigung der der 481 die Kirche von Gröf besucht, die kleinste Kirche Islands. Diese Torfkirche wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaut. Die Altartafel stammt aus Dänemark und wurde 1680 gemalt. Die Kirchen hat die beachtliche Größe von 6,25 m mal 3,20 m. Und die Zangen befinden sich in einer Höhe von etwa 1,50 m. Ich konnte immer bequem drüber schauen, allerdings war die Bewegung innerhalb der Kirche nur in verkrümmter Haltung möglich.In diesem Zusammenhang etwas zu den "Torfkirchen" und "Torfhöfen". Ähnlich wie in Deutschland im Mittelalter bezogen auf die Fachwerkhäuser (man hat das Material genommen was verfügbar war, das Holz aus dem Wald und die Erde des Aushubs) hat man das in Island ähnlich gemacht. Man hat das genommen, was verfügbar war und was sich leicht zu verarbeiten ließ. Holz gab es kaum, also hat man die Wände im unteren Bereich aus Stain angelegt und dann keinen Torf, sondern Grasoden verwendet. Es handelt sich hierbei um das Wurzelgeflecht von Sumpfpflanzen, die man mit dem Spaten oder der Sense ausgestochen bzw. geschnitten hat. Besonders gut ist der Grasoden, wenn sich darin weder Sand noch Erde bzw. Lehm befindet. Das isländische Wort für Grasoden heißt "Torf", insoweit kann es dadurch zu Verwechslungen mit dem kommen, was bei uns gemeinhin als "Torf" bezeichnet wird. Es gibt unterschiedliche Formen dieser Grasplatten, je nach dem, zu was sie verwendet wurden. Unter anderem auch als Matratze im Bett. Die Wände bestanden zu 100 % aus diesem geschichteten Material, so ein Bauwerk konnte ohne größere Nachbesserungen gut 100 Jahre halten. Insbesondere bei Ställen bestanden die Wände aus einem Gemisch aus Steinen und Grasoden, damit die Tiere es weder fressen noch sonstwie zerstören konnten.

Nach dieser kurzen Abschweifung geht es aber weiter. Nachdem ich wieder nach nur paar km später nach links auf die 769 ind Hjaltadalur abgebogen bin hab ich dort nach 11 km das Örtchen Hólar erreicht. Dieser Ort war von 1106 bis 1198 Bischofssitz.Zuerst hab ich den Campingplatz aufgesucht, in dem ich die Nacht vom 13. zum 14.7 verbracht habe. In einem Kiefern- und Birkenwald befinden sich lichte Plätze, die den dortigen Campingplatz darstellen. Natürlich gibt es ein sauberes WC und dieser Platz war der bisher am schönsten gelegene. Hier hab ich nach Gesprächen mit den dort ebenfalls anwesenden 2 isländischen Familien eine herrliche Nacht verbracht. Am nächsten Morgen gings zuerst zum dortigen Torfhof von 1854 und danach in die Kirche.Die erste Kirche befand sich hier schon im 11. Jahrhundert, aber 1106 wurde eine neue gebaut die dann auch Bischofssitz wurde. Die Kirche, die heute zu sehen ist, hatte 4 Vorgänger und wurde von 1757 bis 1763 von einem deutschen Baumeister erbaut. Das Altarbild stammt aus 1520, der Taufstein von 1674, das lebensgroße Kruzifix aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderst. Der Altar selber stammt aus dem 14. Jahrhundert und die Altartafel aus Alabaster aus dem 15. Jahrhundert.

Nachdem ich nach das Wohnhaus der Bischöffe angeschaut habe, bin ich auf dem schönen Wanderweg wieder zum Campingplatz gelaufen und abgefahren. Zuerst nach Saudárkrokur, woch ich einkaufen war und dann weiter nach Hveravellier. Auf dem Weg dahin hab ich ich den Torfhof Glaumbaer aus dem 18./ 19. Jahrhundert aufgesucht, die daneben stehende mit Blech verkleidete Kirche hat mich weniger interessiert. Hier lebten bis zu 25 Menschen in den insgesamt 16 Räumen, wobei die Schlafräume in der Minderzahl sind.Der Hof besteht aus:- Korridor- Gästezimmer- Küche- Hauptvorratsraum- Gästezimmer- Bettstuben (3 privisorisch abgetrennte Räume)- die Südtür- der lange Vorratsraum- die Milchkammer- Gästezimmer- Lagerraum- Lagerraum- Schmiede- BrennstoffraumAlle Räume beherben jetzt Ausstellungsstücke sowie Einrichtungsgegenstände. Man könnte, wenn man wollte, also gleich einziehen...

Schließlich bin ich nur wenige km weiter gefahren, um links des Weges eine der schönsten Torfkirchen Islands zu besuchen, "Vidimyri". Die erste wurde kurz nach der Christianisierung errichtet, diese stammt von 1834. Die Altaltafel aus Dänemark stammt aus dem Jahr 1616, die Kanzel aus dem 17. Jahrhundert. Es war die erste Kirche, in der man Eintritt bezahlen musste. Zwei Amerikanerinnen, deren Kreditkarten nicht funktionierten, hab ich den eintritt gleich mitbezahlt. Meine Kreditkarte hat funktioniert... Gegenüber der Kirche ist ein schöner Parkplatz am Bach mit einem WC, leider "NO CAMPING". Das Schild gab es meines Wissens früher nicht, scheinbar wusste einige meiner Vorschläfer nicht, wie man sich verhält auf so nem Platz.

Weiter ging es, nach nur noch wenigen km kam die Abzweigung auf die F 35 nach links. Eine Piste, die nur zum Ende hin ruppiger wird, sich aber ansonsten gut fahren lasst. Der Lohn am Ende ist ein herrlicher Badeplatz, in dem ich am nächsten Morgen auch gestiegen bin. Übernachtungsmöglichkeiten, eine Campingplatz und ein Restaurant erwarten einen überdiese unterhalb des Geothergebietes "Hverravellir". Ich bin nach einer stürmischen Nacht, während der mein Fahrzeug bedenklich schwankte, 6.00 Uhr im hertrlichen Bad gesessen und dann zum Vulkan Strytur gewandert, den ich nach etwa 2 Stunden erreicht habe. Ich befinde mich nun genau zwischen den beiden Gletschern Langjökull und dem Hofsjökull um Zentrum von Island, den beiden zweit- und drittgrößten Gletschern. Die Landschaft ist geprägt von Lavaströmen und Lavablöcken. Aber irgendwie hat es was besonderes an sich. Auf dem Weg hab ich ein paar Deutsche überholt, warum nur sind alle so langsam.... Und Schafe sind weggelaufen, allerdings auf dem Weg. Es ist für sie auch der einfachste Weg um zu laufen, denn auf den Steinen macht es auch den Schafsfüßen wenig Spaß...Schließlich war ich am zeitigen Nachmittag wieder zurück, trotz der Kälte völlig verschwitzt, und weiter gins, dieselbe Strecke erst mal wieder zurück. Dann links auf die 1 abgebogen bis ich in Blönduós gelandet bin und auf dem Campingplatz eingenistet habe. Anschauen werde ich mir hier nur die Kirche von 1993 (!), die ein besonderes Bauwerk ist. Wir haben mittlerweile ja den 16.7. und im Laufe des Tages werde ich sann die Westfjorde erreichen. Allerdings: Die schönsten und interessantesten Orte, Gegenden und Plätze kommen viel später, lasst euch überraschen. Bisher... Das war der Vorgeschack.



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