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11.08.- 15.08.2016

Für alle die Route: https://goo.gl/maps/dLt17Agxm9vIch hab noch eine Nacht in Höfn verbracht und den nächsten Tag ganz ruhig bei Regenwetter angehen lassen, lang geschlafen, beim Arzt wegen meinem Rücken gewesen und dann ging es schon los und sage und schreibe knapp 40 Kilometer bin ich gefahren wo ich mein Auto neben einem wunderschönen Friedhof abgestellt habe um zum einen eine Wanderung zu machen (geregnet hat es nicht mehr), zum anderen um hier zu nächtigen. Befinden tue ich mich hier in Stafafell und wenn das Wetter schön ist (oder auch bei Regen) kann mir sehr schön wandern und die Natur genießen. Wenn ich mir im nachhinein die Fotos anschaue, die haben ob ihrer traurigen Düsterheit auch etwas. Zumindest sind sie grauer als die Bilder bei Sonne.

Die Nacht ging ohne Vorkommnisse zu Ende, die Toten waren ruhig und die Hähne, die bei dem hier vorhandenen kleinen Hof, welcher im übrigen als eine Art Herberge dient, leben, waren ruhig. Und was das für Prachtexemplare sind! Ich habe vielen Fotos dieser Hähne zukommen lassen, so dass ich sie nicht nur allein bewundern konnte. Übrigen, diese Herberge, als ich angekommen bin war sie offen, kein Mensch darinnen, die Zimmer ähnlich wie die in Srni, als wir dorch 1991 unser Osterfest verbracht haben, also mit Doppelstockbetten. Ich bin wieder bei Regenwetter aufgebrochen, diesmal etwa 50 Kilometer gefahren. Auf der Fahrt hab ich immer wieder gehalten, hab Bilder gemacht, die trotz des Wetters aus meiner Sicht recht eindrucksvoll sind. Schließlich bin ich in Djúpivogur angerkommen bin. Dort hab ich in der "langen Bude", der Langabúd, das Ríkardur Jónsson Museum angeschaut. Dieser 1888 geborene Mann war der erste Isländer, welcher eine Lehre als Holzschnitzer abgeschlossen hat, später Bildhauerkunst studiert hat und 1977 verstorben ist. Viele seiner Werke befinden sich in isländischen Kirchen und anderen öffentlichen Gebäuden und eben auch hier im Museum. Außer seinen Werken ist es auch ein Heimatmuseum, und was find ich drin... Geschirr aus der DDR! Wahnsinn!!Das Gebäude selbe ist das älteste des Ortes, es wurde 1790 errichtet und erhielt sein heutiges Aussehen gegen 1850. Ein Café befindet sich auch drin, da hab ich einen Kakao getrunken.

Zum übernachten bin ich paar Kilometer zurück gefahren, hab auf einem Parkplatz vor einem kleinen Aufforstungsgebiet gehalten, etwas abseits oberhalb der Ringstraße, bin dort spazieren gegangen und hatte soger meine eigene Toilette! Denn nur 50 Meter nach dem Eingang bindet sich doch dort ein ganz sauberes Toilettenhäuschen mit WC.

Die Nacht war, wie nahezu immer, ruhig und da ich sehr zeitig schlafen gegangen bin war ich gegen 7.00 Uhr schon auf der Straße. Und jetzt muss ich erstmal überlegen, welches Datum war... Der 13. .... Glücklicherweise kein Freitag, sondern ein Samstag. Im wesentlichen hab ich an diesem Tag den letzten größeren Abschnitt meiner diesjährigen Reise zurückgelegt. Das Wetter versprach Besserung, und es hat sich gebessert. Ein Blick aus dem Auto hat es mir gleich verraten.Die Ausblicke waren wieder unvergleichlich, einmal bin ich auf einer Nebenstraße wieder aufwärts gefahren, hab dort ein wildes Tal entdeckt mit Wasserfällen, konnte ob der vorherrschenden Windstille Spiegelungen in den Fjorden fotografieren.

Schließlich habe ich Stödvarfjördur erreicht und konnte hier eine einzigartige Stein- und Mineralsammlung betrachten, die durch die mittlerweile verstorbene Petra María Sveinsdóttir im Lauf ihres Lebens hier angehäuft hat. Es ist eine der größten privaten Stein- und Mineralsammlungen der Welt. Ich habe mit ihrer Tochter einen Kaffee getrunken, mich im Gästebuch verewigt und für meine Verhältnisse sehr lang und ausgiebig alles betrachtet. Die Sammlung befindet sich sowohl im Garten als auch im Haus, ich weiß gar nicht, wo die Leute, die hier leben, noch Platz finden. Ich glaube, sogar unter den Betten liegen noch Steine.

Schließlich habe ich mich losgerissen, bin die letzten Ostfjorde entlang gefahren und kaum hatte ich mich versehen gings bei Reydarfjördur in die Berge.

Und dann lag sie vor mir, die Stadt, in deren Nachbarschaft ich meine erste Nacht in Island verbracht hatte, Egilsstadir. Ich bin nach einem kurzen Einkauf gleich weiter, wieder am Hengifoss, meinem ersten Wasserfall, vorbei und ein paar Kilometer später dann eine unglaubliche Serpentine aufwärts gefahren, die scheinbar kein Ende nehmen wollte. Gefahren bin ich zum östlichen Teil des Vatnajökull, zum Sneaefall und zum Hálslónstausee, einem höchst umstrittenen und sicher unnötigen Stausee, denn dessen Strom wird einzig zum betreiben eines Aluminiumwerkes benötigt. Da hätte der oder die Troll- Feen und Elfenbauftragte mal ein Machtwort dagegen einlegen sollen.Der Sneafall, der höchste Berg im Osten mit 1833 m Höhe ist ein imposanter Gipfel vor dem Gletscher, der von allen Seiten einfach wunderbr aussieht. Problematisch wird es dann, wenn man den Stausee erreicht hat, denn das hier vorhandene Tal, dieser unvergleichliche Canyon, die Hafrahvammarschlucht die bis zu 160 Meter hohe Wände hat, ist hier geteilt worden. Ein Teil befindet sich nun im Stausee. Ich hab auf der Staumauer gestanden und das trübselige Rinnsal angesehen, welches sich noch in der Schlucht befindet. Denn das Wasser wird nun in einem Tunnel 40 Kilometer weiter zu dem zugehörigen Turbinenanlagen geleitet.Alles ist aus den Fugen geraten, der Gerölltransport durch die ehemaligen Gletscherflüsse und alle anderen Umwelteinflüsse, die sich über ein riesiges Gebiet errstrecken, denn auch andere ehemalige abflüsse werden über Tunnel in den Stausee geleitet. Gespannt kann man sein, was mit dem Geröll wird, welches sich nun im Stausee sammelt.

Schließlich, am Abend ging es zurück, die gleiche Strecke, nun die Serpentinen abwärts. Unten dann nach rechts und schon nach wenigen Kilometern war er da, mein gestriger und heutiger Übernachtungsplatz. Heutiger heißt, wir haben heute den 14. August. Ich werde mich für den rest der Reise also immer am östlichen Gletscherfuß aufhalten.Ich stehe mit meinem Auto neben dem ehemaligen Hof eines der bekanntesten isländischen Schriftstellers, von Gunnar Gunnarsson, der von 1889 bis 1975 lebte und dessen Bücher "Schwarze Vögel" oder "Die Leute auf Borg" ihr schon mal lesen solltet. Das Haus, welches im übrigen nur ein kleiner Teil eines geplanten Gutes ist (welches aber nie verwirklicht wurde), hat ein Freund von ihm, ein deutscher Architekt, Fritz Höger, geplant. Ganz sicher bin ich mir nicht, aber ich denke, dass auch er ein Architekt des Führers war, zumindest ist er vor 33 in die Partei eingetreten und hat viele öffentliche Aufträge bekommen. Allerding war er aus meiner Sicht ein unbestreitbar guter Architekt, bei Albert Speer bin ich, bezogen auf seine Planungen, da eher geteilter Ansicht. Speer war aber ein hervorragendes Organisations- und Delegierungstalent, das kam ihm als Reichsminister zu gute...Unterhalb des Hauses befand sich ein ehemaliges Augistinerkloster vom Ende des 15. Jahrhundert, welches jedoch nur etwa 60 Jahre Bestand hatte. Ab 2002 begannen hier die umfangreichste archäologischen Ausgrabungen auf Island, die 10 Jahre andauerten. DBevor das Kloster Skriduklaustur errichtet wurde, sollen an ebendieser Stelle auch Wunder vollbracht worden sein, so von einem verlorenen Kelch samt Hostienteller, den ein Priester verlorenhatte und der dann wundersamer Weise mit Wein und Brot gefüllt und abgedeckt mit einem Tuch gefunden ward.Und gleich wurde das Kloster an diesem Ort gebaut.Heute Mittag war ich im Restaurant, welches in Gunnars Haus sich außer dem Museum, welches ich auch besichtigt habe, befindet, an einem vorzüglichem Buffet getafelt. Fisch, Gemüse, alles wunderbar. Und das Dessert!!! Wahnsinn. Mitglieder einer deutschen Reisegruppe haben hier auch gegessen, mit der Reiseleiterin und zwei älteren Damen (oder soll ich alten Weibern sagen?) hab ich mich unterhalten und wieder mal festgestellt, dass diese Art zu Reisen ja für mich nichts ist.Außerdem fand heute das jährliche Fest zu Ehren des im Lagarflót hausenden Ungeheuers in Form einer Seeschlange statt, alles voller Leute, Musik, Spiele für die Kinder. Und ich mittendrin.wild lebende Rentiere gibt es auch hier, gesehen hab ich bisher keine. Sie kommen übrigens aus Norwegen, irgendwann hatte ein norwegischer König den Isländern diese als Geschenk überbracht und seitdem fühlen sie sich im Osten der Insel heimisch. Im Westen sind sie wieder verschwunden. Für die Tiere muss hier ja das Paradies auf Erden sein, denn die blutsaugenden Ungetüme in Form von Insekten wie in Finnland, Schweden oder Norwegen gibt es hier mangels geeigneter Nahrung nicht...Nur wenige Meter von hier, in meinem Blickfeld, befindet sich das neu gebaute Informationszentrum des Nationalparkes des Vatnajökull, welches mir sowohl von außen als auch von innen sehr gut gefällt und sich hervorragend in die Landschaft integriert. Da war ich natürlich auch und gerade die Ausstellung ist absolut sehenswert und hebt sich vom allgemeinen Touristengedöns im positiven Sinn ab.

Das ist nun der letzte Bericht meiner diesjährigen Reise. Denn das letzte Stück Weg, das ich in Island zurecklegen werde ist kaum erwähnenswert. Und die Rückfahrt Richtung Heimat werde ich im Gegensatz zur Hinfahrt recht zügig gestalten, da ich meine Enkel an ihrem Urlaubsort noch mit meinem Besuch beglücken werde. Und dann geht es heim, ein bisschen was muss ich bauen am Fahrzeug. Und kaum da geht es noch mal weg, nach Antygl. Denn den Wald hab ich nach der Enthaltsamkeit diesbezüglich auf der Insel doch auch etwas vermisst.Wie es danach weiter geht, entweder noch in diesem oder im kommenden Jahr, da muss ich erst mal drüber schlafen... Und sicher auch nachdenken.Jetzt, mittlerweile haben wir den 15. August, sitze ich bei Regenwetter, aber mit Radbekleidung, in dem Café, in dem ich schon gestern vorzüglich zu Mittag (Lunch) gespeist habe. Ich glaube, das werde ich mir heute noch mal antun.



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