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03.07.- 06.07.2016

Den 3. Juli hab ich, wie ihr ja schon feststellen konntet, mit schreiben verbracht. Und mit allem drum und dran einschlielich meines Kampfes mit bzw. gegen das Internet war der Tag schnell rum. Am nächsten Morgen, es war zwar noch recht frisch (7°) war die Sonne zu sehen, man meinte insofern, dass es ein schöner Tag werden wird. Also hab ich mich auf mein Rad gesetzt, natürlich entsprechend warm gekleidet und los gings. Ziel war das Gebiet und den Vulkan Krafla sowie den Leirhnjúkur, der seinen letzten Ausbruch von 1975- 1984 hatte. Der Krafla hatte seine letzten Ausbrüche zwischen 1724- 1729 und 1746 hinter sich gebracht. Und der Höllenkrater, vor dem ich stand, läutete mit Getöse diese Ausbruchserie, das Myvatnfeuer, ein. Es ist der Helvíti, kurz Víti genannt, in dem sich jetzt ein Kratersee befindet. Mit mir gemeinsam war übrigens eine deutsche Reisegruppe dort unterwegs, was für eine furchtbare Ansammlung verblödeter Gestalten die mir ständig vors Rad sprangen und dämlich glotzten. Der eine wollte hierhin, der andere dorthin, der dritte stritt sich mit seiner Frau, der vierte musste umkehren und so ging es durch die Bank. Deutsche im Ausland, noch dazu in einer Gruppe.... Gruslig. Warum die eigentlich hier waren... Wahrscheinlich nur, weil es so im Plan stand.Überall raucht es, dampft es, blubbert es. Die Höllenpforte lässt grüßen. Ich befinde mich ja hier in einem der vulkanisch aktivsten Gebiete Islands.Der Weg dahin war übrigens geprägt von steilen Anstiegen über 15% Steigung, das war schon eine Quälerei. Überdies hatte die Sonne sich nur zu meiner Abfahrt gezeigt, dann verschwand sie und ward nicht mehr gesehen. Statt dessen begann es, wenn auch nur leicht, zu regnen. Aber was mich nicht umbringt, macht mich nur härter.Unterhalb dieses Gebietes, direkt an der Straße, befindet sich ein Geothermalkraftwerk, hier wird, wie oft in Island, die Kraft der Vulkane sowie der heiße Dampf zur Stromgewinnung und Wärmeerzeugung genutzt.Das Wasser auf dem Campingplatz der übrigens Vogar heißt, scheint auch aus den Tiefen emporzusteigen, denn es hat einen leicht schwefligen Duft... Auch auf dem Campingplatz gibt es kleine Bereiche, aus denen Dampf austritt aus der Erde.Schließlich gings an die Rückfahrt, dort, unweit des Campingplatzes bin ich noch an der Spalte "Grjótagja" vorbei gefahren, in der sich etwa 40° warmes Wasser befindet. Hier konnte man auch mal baden, jetzt ist es verboten denn nach einer Erdbewegung vor paar Jahren ist in der Grotte alles etwas instabil geworden und man muss immer damit rechnen, dass einem ein Stein auf den Kopf fällt.

Nun muss ich aber auch noch erinnern an die denkwürdige Teilnahme der isländischen Mannschaft zur EM, ich war vor der Pizzeria, die am Campingplatz liegt und hab das Spiel Island- Frankreich verfolgt, es wurde bejubelt wie ein Sieg. Das war schön, das so zu sehen und diese Freude mitzuerleben.

Nun muss ich aber auch noch erinnern an die denkwürdige Teilnahme der isländischen Mannschaft zur EM, ich war vor der Pizzeria, die am Campingplatz liegt und hab das Spiel Island- Frankreich verfolgt, es wurde bejubelt wie ein Sieg. Das war schön, das so zu sehen und diese Freude mitzuerleben.

Am 5.6. hab ich das Fahrzeug reisefertig gemacht, ich hab drin gesessen und darauf gewartet, bis ich mein Schlachtross endlich anlassen kann, also bis wenigsten ein Teil der Campingplatzbewohner munter sind. 7.30 Uhr, bei nunmehr erstmalig absolut blauen Himmel, gings los... Diesen blauen Himmel, die Sonne hab ich für das, was ich geplant habe, aber auch unbedingt benötigt. Auf den Fotos werdet ihr sehen, warum...Erstmal bin ich auf der 1 wieder "zurück" Richtung Egilsstadir gefahren, aber nur ca 30 km. Nach der Brücke über den Jökulsá á Fjöllum, an dem ich bereit gefahren bin und über den ich schon auf der Fahrt am 2. gefahren bin, bin ich von der 1 auf die 864 abgebogen, eine Schotterpiste, die an der Ostseite dieses Flusses, der zudem noch aus dem größten Gletscher Europas, dem Vatnajökull, entspringt, Richtung Norden gefahren, bis nach etwa 30 km links das Schild "Dettifoss" aufgetaucht ist. Bis zu einem schönen Parkplatz mit WC gings es mit dem Fahrzeug, ab dort zu Fuß zum Wasserfall, den man immer mal sehen und vor allem hören konnte. Was für ein Schauspiel!!! Einfach Wahnsinn! Das Wasser, wie es niederbraust, die Regenbögen (daher die Sonne, die man unbedingt dazu benötigt), einfach herrlich. Dann ging es noch etwa 1,5 km flussaufwärts zu ersten Fall, dem Selfoss. Auch dieser war beeindruckend. Dann musste ich den gleichen Weg bis zum Parkplatz zurückgehen um zum dritten Wasserfall, den man von hier leider nicht zu Fuß erreichen konnte, zu fahren. Auf den Parkplatz bin ich aber ob der steilen und tieflöchrigen Zufahrt nicht gefahren, ich habe vor dem steilen Anstieg gehalten und bin dann zum Parkplatz gelaufen. Leider kann man nicht runter zum Wasserfall, dem Hafragilsfoss, daher hab ich ihn von oben angeschaut.

Dann gings es von dort weiter Richtung Husavík, was ich nach etwa 1,5 Stunken und einigen Zwischenstaopps am Meer, welches ich jetzt wieder vor mir habe, auch erreicht habe. Und hier wollte ich natürlich die Wale sehen, was mir auch gelungen ist. Auf einem kleinen Kutter ging es raus auf den Atlantik, Und da waren sie, pustend, blasend, mit der Schwanzflosse das Meer peitschend. Am Anfang stand ich ganz vorn aM Bug des Kutters, wie Käpt´n Ahab nach dem Wal ausschauend. Viel sieht man aus den Fotos zwar nicht, ab man sieht, dass da welche sind... 3 Stunden hat die Fahrt gedauert, dann gings zurück.

Vor der Abfahrt bin ich noch ein bisschen durch den Ort geschlendert, danach hab ich mir einen Übernachtungsplatz gesucht. Auf den Campingplatz wollte ich nicht, also ging es ca, 2 km bergauf auf einer Schotterpiste zum Botsvatn, einem schönen Bergsee, in dem ich eigentlich baden wollte. Leider steht da ein Schild, irgenwelche kleinen Viecher oder Maden tummeln sich hier drin, also lass ich ab davon. Mittlerweile, anch einer ruhigen Nacht am See, haben wir den 6.6. und es ist bald Mittag. Da ich wieder so viel geschrieben hab. Jetzt gehts gleich los, ich will im Ort noch das Phallusmuseum besuchen... Jetzt, gegen 21.00 Uhr, schreib ich weiter. Es kommt immer alles anders als man denk. Mit dem Museumsbesuch wurde es nichts, da ich, als ich am Hafen angekommen bin, feststellen musste, dass das linke Hinterrad bedenklich an Luft verloren hat. Also ging es ans Rad wechseln. Und dafür hab ich 5 Stunden gebracht, da ich kein Ersatzrad genommen habe sondern einen neuen Schlauch eeingezogen habe... Und das geht, wie ihr wisst, nicht ganz so schnell und unkompliziert. Aber: Ich habs geschafft! Und dann im Ort gleich noch einen neuen Schlauch gekauft, die gabs hier... Gott seis gedankt!



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